Lesezeit: ca. 3 minuten

Code your Infrastructure - Motivation

#cloud
#devops
#code-your-infrastructure

Nichts hat die IT-Strukturen der letzten Jahre so verändert wie die Verlagerung der IT-Plattformen in die Cloud. Egal, ob man auf die eigene Cloud im eigenen Rechenzentrum setzt oder Public Cloud Provider wie Amazon, Google oder Microsoft verwendet, die Art und Weise, wie wir als IT-Unternehmen unsere Software und Systeme ausliefern, hat sich radikal geändert. Die dadurch gewonnene Flexibilität hat natürlich auch einen Haken. Einerseits hat sich die Komplexität der Systemlandschaften dadurch noch einmal erhöht und - für die meisten klassischen IT-Abteilungen fast noch schlimmer - die Know How-Anforderungen an die IT-Spezialisten haben sich dramatisch gewandelt.

In der kommenden Artikelserie möchte ich ein wenig Klarheit schaffen und erklären, wie man die Cloud in all ihren Varianten effektiv für sein Unternehmen einsetzen kann und warum man sich überhaupt mit dem Thema beschäftigen sollte. Dabei gehe ich immer wieder von unseren Beobachtungen und Erfahrungen im Softwareprojektgeschäft aus.

Die Digitalisierung unserer Prozesswelten und der Kommunikation

So gut wie alle Unternehmen sind gezwungen, in irgendeiner Weise zu digitalisieren. Das betrifft sehr oft die Kommunikation mit Kunden oder Partnern oder aber notwendige Innovationen der eigenen Produkte und Dienstleistungen. Bei all diesen Vorhaben geht es vor allem um eines - Geschwindigkeit. Unternehmen sind daher gefordert, möglichst schnell neue Ideen umzusetzen und auszuprobieren oder sich neuen Mitbewerbern oder Startups zu stellen. Im Kontext dieses Beitrags gehe ich grundsätzlich davon aus, dass es sich bei den Produkten und Lösungen um Dinge handelt, die im weitesten Sinne mit Software gelöst werden.

altText

Die neuen Software Innovationen müssen also möglichst schnell den Benutzern gezeigt werden, um wertvolles Feedback für die nächsten Verbesserungen zu erhalten. Und hier haben wir schon eine wichtige Anforderung an die heutige IT. Neue Software Innovationen müssen möglichst schnell an die Benutzer ausgeliefert werden. Für viele klassische IT Abteilungen - genauer dem IT-Betrieb - ist genau das eine enorme Herausforderung. Sind sie doch die Hüter der Stabilität aller IT-Systeme und möchten möglichst wenige Veränderungen.

Neue Systeme mal schnell für die Benutzer verfügbar zu machen und gleichzeitig die Stabilität des Betriebs nicht zu gefährden - das geht eigentlich nur, wenn alle Prozesse, um eine neue Software verfügbar zu machen automatisiert sind. Manuelle Deployment Prozesse scheitern hier sowohl an der Geschwindigkeit als auch an der Qualität, denn selbst den besten Mitarbeitern können Fehler unterlaufen.

IT Infrastruktur Anbieter und die API's

Die Cloud Anbieter haben diesen Trend schon längst erkannt und haben ihren Diensten umfangreiche API's (Application Programming Interface - also Schnittstellen zur Steuerung der Infrastruktur) mitgegeben. Damit ist es möglich, Server zu erstellen, zu starten, zu stoppen und vieles mehr. Aber nicht nur Server können über diese Schnittstellen gesteuert werden. Auch die gesamte Netzwerk Konfiguration, das Domain Name Service oder Storage Systeme können darüber verwaltet werden. Mit den richtigen Tools kann also die gesamte IT Infrastruktur gesteuert und verwaltet werden.

altText

Cloud Anbieter wie Amazon, Google oder Microsoft und viele mehr gehen aber hier noch viel weiter und bieten immer höher abstrahierte Dienste wie diverse Datenbanken, Messaging Systeme oder ganze AI Frameworks als Infrastruktur-Komponenten an. Garniert wird das noch durch tiefgehende Funktionen zum Monitoring der Systeme sowie der Performance Überwachung.

Für das eigene Rechenzentrum gibt es ebenfalls Tools mit denen flexibel gesteuert und verwaltet werden kann wie zum Beispiel OpenShift von Red Hat.

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt

Hat man mit der Automatisierung in der eigenen IT-Infrastruktur noch nicht begonnen gibt es nur einen richtigen Zeitpunkt mit der Planung und der Umsetzung zu beginnen - jetzt!

Derart motiviert werde ich in den folgenden Teilen dieser Artikelserie über Tools und Methoden schreiben, die wir bei openFORCE bereits seit einiger Zeit erfolgreich einsetzen und berichten, welche Erfahrungen wir damit gemacht haben.

Gerhard Hipfinger
Gründer und Geschäftsführer

Gerhard ist Softwarearchitekt mit einem starken Infrastruktur Background und Unternehmer. Im Jahr 2002 gründete er gemeinsam mit Otto Meinhart die openFORCE Information Technology um Software Teams und Kunden mit der richtigen Softwarearchitektur und einem ausgeklügelten Entwicklungsprozess zu unterstützen. Gemeinsam mit Otto treibt er strategische Themen, um die openFORCE auf die zukünftigen Herausforderungen der Märkte vorzubereiten und die Rahmenbedingungen für eine selbstorganisierte und transparente Organisation zu schaffen.

Weiterlesen - die aktuellsten Beiträge

DevOps
04.08.2020
Quo Vadis System Administrator

Anlässlich des am 31. Juli 2020 zum 21. Mal stattgefundenen System Administrator Appreciation Day(https://sysadminday....

Agilität
15.07.2020
Agiles Management erfolgreich umsetzen

Agiles Management zum Frühstück, OKR zu Mittag und reCREATIONS am Abend

Im Mai 2017 schrieb ich einen Blogbeitrag üb...

Agilität
10.07.2020
3 Tipps für ein erfolgreiches Remote Meeting

Im Zuge unseres letzten Team Brunchs wurde die re...