05.01.2021
Lesezeit: ca. 7 Minuten

Wie mir 2020 Agilität beibrachte

Heute habe ich die Ehre, euch vom Jahr 2020 aus meiner Sicht zu berichten. Mein Name ist Janika (auf dem Foto unten bin ich übrigens links zu sehen 😉) und seit Februar des in vielerlei Hinsicht außergewöhnlichen Jahres 2020 betreue ich den Bereich Marketing & PR in der openFORCE. Ich hoffe, ihr seid dabei, wenn ich mit euch einige Erfahrungen zu meinem (fast) remoten Start in die openFORCE teile!

Zwei Frauen vor einem Flipchart

Karrierewechsel und Neubeginn

Anfang 2020 befand ich mich in einer spannenden beruflichen Phase. Kurz zuvor hatte ich beschlossen, der Immobilienbranche den Rücken zu kehren und meine ursprüngliche Tätigkeit im Marketing wieder zu 100 % aufzunehmen. Nach einigen Gesprächen und einem vielversprechenden Pitch vor der openFORCE Geschäftsführung freute ich mich über eine Jobzusage und meinen Start bei meinem neuen Unternehmen Mitte Februar. Soweit so gut...

Ihr kennt das vielleicht, wenn ihr in einer neuen Schule, einem neuen Unternehmen oder einer neuen Stadt gestartet seid... Zu Beginn macht man sich mit der Umgebung vertraut, versucht 1-2 Worte mit den neuen Leuten zu wechseln und hofft, sich deren Namen gemerkt zu haben. Zugegeben, in der "kleinen" openFORCE ist dies weitaus weniger schwierig als in einem internationalen Konzern, aber ich denke, ihr wisst, was ich meine ;-) Bereits in meinen ersten Tagen fielen mir der direkte kommunikative Austausch und die allgemein lockere Gesprächskultur in der openFORCE positiv auf. Da ich mich erst in meiner Position einfinden musste, gab es einige Gespräche zur Einschulung und Orientierung. Bereits in meiner zweiten Woche meldete ich mich freiwillig als Spielerin für unser internes Wuzzlerturnier und war sofort integriert!

Gruppe spielt Tischfußball

Und dann kam Corona

Ab Anfang/Mitte März wisst ihr denke ich, wie die Geschichte weiterging... 🤨

Nicht so schnell. Ich habe erwähnt, dass mir der offene Austausch in der openFORCE sofort positiv aufgefallen war. Dies war auch zum Thema Corona der Fall. In unseren Team Meetings, genannt FAQ, sprachen wir im Vorfeld bereits darüber, wie wir im Falle eines Lockdowns zusammenarbeiten würden. Als die österreichische Bundesregierung am 13. März 2020 den ersten Lockdown ausrief, waren wir in der Lage, von einem Tag auf den anderen ins Home Office zu wechseln. Für mich klang das bemerkenswert! Hatte ich doch von so vielen Bekannten mitbekommen, welche Troubles es bei der Einrichtung vom Home Office gab!

Remote Meeting openFORCE

Ich werde es nicht schön reden - auch wir mussten anfänglich erst einmal unsere remote Zusammenarbeit definieren und optimieren. Dass wir es erfolgreich geschafft haben zeigen für mich einige herausragende Beispiele:

  • der virtuelle Design Sprint als Weiterentwicklung des klassischen Formats
  • das Remote Ballpoint Game, das sich mittlerweile großer Beliebtheit in der agilen Community erfreut
  • openFORCE Team Retro und Team Brunch im Online-Format
  • das Wiener IT-Unternehmerfrühstück im Online-Format
  • sowie: Online Pizza Days, Remote Games, uvm.

Kleiner Tipp: unsere Learnings aus den vielen, vielen, viiiiielen Remote Meetings hat ein eigens gegründetes reCREATION Team zusamengefasst. Natürlich stellen wir sie euch auf unserem Blog gerne zur Verfügung. 🙂

Das Post-Lockdown Office

Nachdem unser Daily Business auch während der corona-bedingten Schließung weiterging, ist unser Office pünktlich zu Ostern wieder "auferstanden" ;-). Nachdem nichts mehr war wie zuvor, mussten auch einige gesetzlich vorgeschriebene Abstands- und Hygienemaßnahmen vertieft werden. Zusätzlich dazu führte die Geschäftsführung eine "Corona-Schleuse" beim Eingang zum Büro ein - Otto erklärt es uns im Video ⤵️

Was für mich persönlich noch wesentlich mehr Tragweite besaß, war das Commitment seitens der Geschäftsführung zum "Hybrid-Office". Das bedeutet, uns bleibt die Wahl unseres Arbeitsortes offen. Ich persönlich gehe gerne in unser Office im 2. Wiener Gemeindebezirk, da ich aus meiner Rolle heraus viel Output aus dem Kontakt zu meinen Kolleg*innen ziehe, z. B. Informationen für Blogartikel, Social Media-Beiträge, Referenzberichte etc. Gleichzeitig klappt die Zusammenarbeit mit Kollegen im Home Office ausgezeichnet. Ein Beispiel dafür sei Christians Erfahrungsbericht als Softwareentwickler, den wir gemeinsam komplett remote erstellt haben.

Team Events unter Schutzmaßnahmen

"Hybrid-Office" klingt erst einmal als Erleichterung unseres Büro-Alltages - und das ist es oft auch. Gleichzeitig bedeutet es an anderen Stellen auch einen Mehraufwand. Bei unserem ersten Team Event nach dem Lockdown ist mir dies aufgefallen. Meine Kollegin Maja, die für die Organisationsentwicklung in der openFORCE zuständig ist, durfte das in ihrem Bereich erfahren. Um alle mitzunehmen, hat sie unseren Team Brunch Ende Juli sowohl für unsere Teammitglieder vor Ort (unter Einhaltung der Abstands- und Personenbegrenzungen) als auch für unsere remote Kolleg*innen organisiert. Eine bemerkenswerte Leistung, wie ich finde!

openFORCE Gruppenfoto beim Team Brunch

Sicher, auch hier lässt es sich nicht leugnen: Corona - und die damit einhergehenden Schutzmaßnahmen - haben einige unserer Team Events, wie z. B. unser geplantes Sommerfest im Developers Space bei unserer Schwesternfirma openDEVS unmöglich gemacht. Doch diese holen wir nach! Nicht wahr, Otto?

Mehr Klarheit durch eine Unternehmensvision

Für mich wuchs der Zusammenhalt in der openFORCE im Jahr 2020 deutlich aufgrund unserer neu formulierten Unternehmensvision:

Jedes Unternehmen soll seine Zukunft mithilfe innovativer Technologien selbst gestalten können.

Für mich bedeutet dieser Satz eine klare Ausrichtung auf ein gemeinsames Ziel. Im Zuge unseres Team Brunchs im Juli legten wir uns gemeinsam auf diesen Blick in die gleiche Richtung fest. In meiner Management Position ist eine Unternehmensvision fast selbstverständlich. Ich denke dennoch, dass sie allen Kolleg*innen im Unternehmen Sicherheit und ein gemeinsames Grundverständnis gibt.

Von Erfolgen und vom Scheitern

Zu Beginn dieses Beitrages habe ich vom offenen Austausch bei der openFORCE gesprochen. Diesen habe ich in Hinblick auf unsere Success Stories, aber auch auf unsere Misserfolge deutlich wahrgenommen. Die offene Fehlerkultur in unserem Unternehmen fasziniert mich. So sehe ich darin den Schlüssel zu zukünftigen Erfolgen, da wir offen über Rückschläge sprechen, statt Schuldige zu suchen. Ich denke, gerade dieser Approach schafft ein wunderbares Klima für Innovationen. Und sie kommen - aus dem Team heraus. Ich möchte hier nur einige Beispiele für Innovationsideen und -projekte meiner Kolleg*innen anführen:

Ich hoffe, ich konnte hier einen kleinen Einblick geben, wie sehr Innovationsfähigkeit und Selbstinitiative bei der openFORCE gefördert werden. Abseits von individuellen Tendenzen möchte ich unser internes Format - die openINNOVATION Days I und II nicht unerwähnt lassen. Bei diesem zweitägigen Hackathon sind schon einige richtige gute Ideen umgesetzt worden!

Die G7 - unser neues Management Team

Wenn ihr unsere älteren Blogartikel kennt, wisst ihr möglicherweise von unserem Vorhaben, ein Management Team einzusetzen, das nach dem agilen Führungsmodell der OKR (Objectives and Key Results) agiert. Dieses Vorhaben wurde 2020 von den Geschäftsführern Otto und Gerhard umgesetzt. Ich präsentiere euch unser G7-Team:

G7 Team

Das Management der openFORCE liegt derzeit in den Händen von Thomas Schmid (Scrum Master & Agile Coach), Gerhard Hipfinger und Otto Meinhart (Gründer und Geschäftsführer openFORCE), Maja Francé (Organisationsentwicklerin und Scrum Master), Agata Bernhart (Assistentin der Geschäftsführung), Janika Hidegh (Marketing & PR Managerin), Alexander Hage (Recruiting & Personalentwicklung), Robert Gittenberger (Geschäftsführer openDEVS GmbH) und Valentin Klausburg (QA Engineering & Controlling).

Unser G7 Team bildet (steht übrigens für "Die Glorreichen 7" 😊) ein Service Center für das Unternehmen und begleitet die Transformation hin zur gesamtagilen Organisation auf allen Ebenen. Unser erstes OKR-Chapter haben wir bereits im Dezember 2020 abgeschlossen. Wir freuen uns, euch bald darüber zu berichten!

In der Zwischenzeit gibt euch Ottos Blogartikel einen Einblick, wie wir Digitalisierung selbst gestalten.

Mein Fazit

Für mich steht fest, dass 2020 nicht nur aufgrund der weltweiten Pandemie, sondern auch aufgrund der Power bei der openFORCE ein extrem ereignisreiches Jahr war. Ich persönlich liebe die Herangehensweise und den Innovationsgedanken. 2020 wurde die Basis für eine erfolgsversprechende Zukunft der openFORCE Unternehmensgruppe gebaut, die ich selbst gerne mitgestalten werde. Vielleicht macht der Titel des Artikels für euch jetzt Sinn. 2020 hat mir in vielerlei Hinsicht beigebracht, agil zu denken und zu arbeiten. Ich freue mich schon und werde euch weiterhin berichten!

Ich wünsche euch ein erfolgreiches und glückliches Jahr 2021, in dem ihr eure Ziele und Träume umsetzen werdet!

Alles Gute, Janika

Janika Hidegh
Marketing und PR Managerin

Als kreative Kommunikatorin mit einer Leidenschaft für Storytelling schöpft Janika aus ihrer mehrjährigen Erfahrung in den Bereichen Marketing und Unternehmenskommunikation. Mit einem Händchen für Tonalität und Bildsprache managt sie den Presseauftritt sowie die Präsenz der openFORCE auf Social Media Plattformen und begleitet Referenzberichte und Kooperationen.

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