03.09.2020
Lesezeit: ca. 8 Minuten

openDEVS Developers Careeport sticht in See

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#developers
#jobplattform
#unternehmensstrategie

Vom Marken Spin-Off zur eigenständigen Tochtergesellschaft: openDEVS lichtet die Anker

Mit dem sich wandelnden Arbeitsmarkt rund um alle IT-nahen Berufe stiegen in den letzten Jahren neben den Erwartungen an Arbeitgeber und Projekte gleichzeitig interne Anforderungen an Recruiter. Der Bedarf nach flexiblen, aber dennoch effizienten Recruiting-Infrastrukturen war und ist deutlich zu spüren. Nun kommt es im Entwicklerbereich überdurchschnittlich oft vor, dass Ausschreibungen für Freelance-Projekte boomen und dafür eigene Prozesse und Recruitingstrukturen fernab des klassischen HR-Bereiches notwendig sind. Da dieses Thema für uns als openFORCE brandheiß ist, wurde 2019 eine Tochtergesellschaft, die openDEVS GmbH gegründet, um genau dieses Segment fokussiert zu bedienen. Die jahrelange Erfahrung im Projektgeschäft gepaart mit besten Netzwerkkontakten bieten uns den optimalen Turbo, um genau in diesem Feld durzustarten. Geschäftsführer Robert Gittenberger verrät im Interview, wie das Geschäftsmodell der openDEVS aussieht.

Warum und wozu wurde die openDEVS GmbH gegründet?

Robert Gittenberger: Die openDEVS GmbH ist zunächst als Marken Spin-Off im großen Schwesterunternehmen openFORCE entstanden und sollte zunächst als Markenvehikel dazu dienen, Softwareentwickler, Tech- und IT-Professionals direkt und auf Augenhöhe ansprechen zu können. Im Sinne der Organisationskultur der openFORCE wurde ein lockerer Dialog mit Softwareingenieuren, die auf der Suche nach neuen Möglichkeiten der Projektzusammenarbeit sind begonnen.

Wie wurde die ursprüngliche Idee der openDEVS weiterentwickelt und wo steht die openDEVS jetzt?

RG: Das „Projekt“ openDEVS ist – obwohl zuerst nur als Side-Projekt gehandelt - rasch in ein organisches Wachstum gegangen und hat in Insiderkreisen ohne großartig Werbung zu machen erste Bekanntheit erlangt. Die Eigentümer der openFORCE und ich haben schnell erkannt, dass die Auslagerung von openDEVS in eine eigene Firma der logische nächste Schritt ist. So ist openDEVS vom Marken Spin-Off zum Schwesterunternehmen geworden und ist jetzt ein eigenständiges Unternehmen im Bereich der Projekt-, Auftrags- und Jobvermittlung an Spezialisten aus Softwaretechnik und IT. Der ganze Stolz ist dabei auch das eigens hochgezogene Developer Servicecenter in der Mandlgasse beim Meidlinger Markt - mit einer der schönsten Grätzloasen Wiens davor ;-)

Robert Gittenberger vor openDEVS-Schriftzug

Welche Kerntätigkeiten erfüllt die openDEVS?

RG: Die openDEVS ist im Endeffekt eine Drehscheibe, mit dem Ziel, Tech Companies und Developer Teams mit den passenden Softwareentwicklern bekannt zu machen und diese beim Kennenlernprozess zu begleiten. Im Idealfall entsteht dadurch eine Verstärkung für das Developer Team oder die Tech Company und andererseits ein Auftrag oder ein Jobcontract für den Softwareentwickler oder die Softwareentwicklerin. Mir war besonders wichtig, abseits der Mentalität klassischer Vermittler und Recruiter zu agieren. Aus dem Grundgedanken heraus ist das openDEVS-Angebot als Hybrid angelegt. In der digitalen Welt gibt es eine hübsche Plattform, auf der Projekte gesichtet werden können und relativ einfach mit openDEVS Kontakt aufgenommen werden kann. So können Softwareentwickler auf Projektsuche sich in wenigen Sekunden mit Ihrem Profil für einen oder mehrere Aufträge ins Spiel bringen. Und dann gibt es in der echten Welt, den vorhin schon angesprochenen Space in der Mandlgasse. Das eigens gegründete Community Center, bietet auf 120 m² Raum für Tech-Meet-Ups, Abstimmung für die Auftragsanbahnung und persönliches Service beim Weg zum nächsten Projekt oder Job. Und wenn wir schnell ein aktuelles Profilfoto benötigen haben wir auch ein kleines Fotostudio im Hinterzimmer dafür eingerichtet. Somit ist openDEVS Full Service Provider für Softwareentwickler und IT-Professionals auf Projektsuche.

Welche Projekte werden auf eurer Projektplattform angeboten?

RG: Es handelt sich um handverlesene Projekte aus einem breit aufgefächerten Technologiespektrum und in allen Rollen, die der Software Engineering Prozess so hergibt. Das heißt, wir haben Backend, Frontend und Fullstack Projekte im Angebot. Darüber hinaus gibt es auch jede Menge Möglichkeiten für Product Owner, Requirements Engineers und Scrum Master über das Service von openDEVS den nächsten Schritt in der Karriere machen zu können.

Was muss ich als EntwicklerIn an Erfahrung oder Skills mitbringen, damit ich mich für openDEVS Projekte bewerben kann?

RG: Mit 1-3 Jahren Erfahrung in der Softwareentwicklung und ein wenig Projekt- und Teamerfahrung hat man sehr gute Chancen, recht rasch zu einem Projekt oder Job zu kommen, der auch für die persönliche Weiterentwicklung Sinn macht. Wenn man frisch von der Ausbildung kommt, ist es sowieso das Beste die Fühler in alle Richtungen zu strecken. Im Zuge dessen unbedingt auch mit openDEVS in Kontakt treten! Wenn nicht heute oder morgen, dann gibt es vielleicht in einem Jahr ein passendes Projekt und diesen Kontakt kann man heute schon initiieren.

Was kann ich mir als EntwicklerIn erwarten, wenn ich mich über die openDEVS für ein Projekt bewerbe?

RG: Schnelle, persönliche und unbürokratische Hilfe und Unterstützung dabei, ein neues Projekt bzw. einen neuen Job im Bereich der Softwareentwicklung zu finden - und das ist der USP schlechthin. openDEVS arbeitet abseits von klassischen Recruitingmechanismen, abseits von zugeknöpften Kontakten mit HR-Managern. Die openDEVS ist aus einer Tech Company entstanden und ist diesem Spirit auch in der Vermittlungsarbeit treu geblieben. Wenn man mit openDEVS in Kontakt ist, kann man technisch zu 100 Prozent auf Augenhöhe kommunizieren.

Führt ihr eine Datenbank an Developern, die ihr dann immer wieder kontaktiert, wenns neue Projekte gibt? Bzw. wird man von euch für Folgeprojekte und Aufträge in Erwägung gezogen, wenn man einmal vermittelt wurde?

RG: Mit dem Einverständnis der Person, die sich beworben hat, oder mit der wir in Kontakt sind nehme ich die wichtigsten Daten im System auf. Wir hinterlegen dabei Referenzen, was den Technologie Stack, die Rolle und das gewünschte Unternehmens- oder Projektumfeld betrifft. That‘s it. Auf Wunsch wird man dann kontaktiert, wenn passende Projekte am Radar auftauchen. Hier auch wieder: persönlich, schnell und unbürokratisch.

Der Stundensatz für den Entwickler/die Entwicklerin ist bei manchen Projekten ein großes Thema. In welchem Bereich bewegen wir uns hier?

RG: Das ist abhängig von Branche, Senioritätslevel, Mittel- oder Langfristigkeit des Projektes. openDEVS macht die Vertriebsarbeit für Freelancer im Software-Projektgeschäft und arbeitet mit sehr wettbewerbsfähigen Stundensätzen, die sich im marktüblichen Rahmen bewegen.

Unterstützt ihr die Verhandlungen zwischen Auftraggeber und Freelancer?

RG: Die Verhandlungen werden von der openDEVS geführt, das ist auch ein wichtiger Teil des Servicepaketes. Diese Hürde wird dem Softwareprofis abgenommen. Wir besitzen mehrjährige Erfahrung in der Verhandlung mit dem Einkauf von großen Unternehmen und mit den Finanzentscheidern von Tech-Projekten. Wir machen uns dabei ein Verhandlungsspektrum mit den Kandidaten aus und im Rahmen dessen wird als Vertreter dann in den Verhandlungen mit dem Auftraggeber agiert.

Wie viele FreelancerInnen werden bei euch momentan betreut und wie lange dauert so ein Prozess, bis der Auftrag dann schließlich erteilt wurde und man den Zuschlag zum Projekt erhalten hat?

RG: Die openDEVS ist ein junges Unternehmen, Stand heute gibt es uns seit ein paar Monaten und derzeit sind zwölf openDEVS Freelancer auf Tech Mission bei diversen Kunden und Projekten im Einsatz. Das Tempo einer Vermittlung hängt stark davon ab, wie früh sich jemand bei uns meldet, bevor er oder sie Ausschau nach einem neuen Projekt hält. Der Prozess kann sehr rasch gehen und innerhalb von 2-3 Wochen erledigt sein. Wenn es diverse Kündigungsfristen und Entscheidungsszenarien gibt, die noch abgeschlossen werden müssen, kann das Ganze auch gut und gerne zwei oder drei Monate dauern. Wichtig ist auf alle Fälle, sehr früh mit openDEVS in Kontakt zu treten, um frühzeitig zu planen, was in sechs Monaten projektmäßig passieren soll.

Gibt es auch die Möglichkeit, wenn jetzt kein spezifisches Projekt ausgeschrieben ist, das man übernehmen möchte, sich ein Profil anzulegen und von euch dann einfach kontaktiert zu werden, wenn etwas Passendes reinkommt?

RG: Das würde ich sogar ganz klar empfehlen. Das ist sicher sogar eine der besten Chancen, wenn man auf der Suche nach einem neuen Projekt oder einem neuen Job ist, immer wieder eine Auswahl an relevanten Projekten zu erhalten und dann zu reagieren, wenn was passendes dabei ist. Sobald neue Anfragen kommen, die aus Sicht der openDEVS Crew technologisch und persönlich zu einem bestimmten Softwareentwickler oder -entwicklerin gut passen, wird derjenige angeschrieben, angerufen oder angeSMSt – je nach Präferenz. Das ist sogar die effizienteste Zusammenarbeit mit der openDEVS, einfach mal den persönlichen Termin zu machen oder remote in Kontakt zu treten und darauf zu warten, welche Projekte angeboten werden.

Robert Gittenberger im openDEVS Developer Servicecenter

Seit Kurzem existiert das openDEVS Developer Servicecenter in der Mandlgasse im 12. Wiener Gemeindebezirk. Momentan ist alles etwas schwierig wegen der Corona-Lage. Gibt es für die Zukunft Bestrebungen oder Pläne, diesen Community Space auch zum Austausch zu nutzen, dass man hier z. B. zu einem Tech Meet Up einlädt?

RG: Das ist auch erklärtes Ziel von diesem Standort hier. Nicht umsonst hat die openDEVS hier ein ehemaliges Gasthaus gemietet. Hier war 120 Jahre lang ein Meidlinger Gasthaus, von unterschiedlichen Betreibern geführt, und ein Gasthaus ist aus meiner Sicht ein Ort der Kommunikation, ein Ort des Austausches, ein Ort des informellen Zusammenkommens und da werden Bekanntschaften gemacht, Empfehlungen ausgesprochen und eine gemütliche Zeit verbracht. Genau diese Energie soll durch die openDEVS hier weitergeführt werden. Jetzt halt nicht als Gasthaus, sondern als Developers Career Space.

Was sind die Pläne für das erste Geschäftsjahr? Wo geht die Reise hin?

RG: Die größten Punkte für das erste Jahr sind die Marke, die Plattform und Wiens Softwareentwickler*innen und IT Professionals auf uns aufmerksam zu machen. Das zweite Ziel ist ganz klar, den Standort hier, der ja von Grund auf saniert, eingerichtet und aufgebaut wird, komplett fertig einzurichten, zu gestalten und das Leben hier in einen Alltag zu bringen. Der dritte Punkt ist, das openDEVS Geschäftsmodell mehr und mehr zu digitalisieren und auch die Möglichkeit zu bieten, online und auf den mobilen Handhelds die Prozesse und die Schritte durchzuführen, wenn man nicht in die Mandlgasse kommen möchte und als weiterer Punkt ist natürlich, der Aufbau des openDEVS Back Office Teams zu forcieren.

Als EntwicklerIn fragt man sich vielleicht, wann bewerbe ich mich eher bei der openFORCE oder wann sollte ich mich bei der openDEVS bewerben. Gibt es hier eine Unterscheidung oder fließt alles zusammen?

RG: Grundsätzlich gibt es natürlich Synergien zwischen der großen und der kleinen Schwester und das bringt enorme Vorteile mit sich. Das heißt, wenn man mit der openDEVs in Kontakt kommt und ein Kollege oder ich findet, dass der Entwickler/die Entwicklerin für die openFORCE interessant sein könnte und vice versa. Der Bewerber oder die Bewerberin wird gefragt, ob Interesse besteht, mit der openFORCE ein Gespräch zu führen. Das funktioniert wechselseitig. Wenn die openFORCE Recruiting Abteilung einen Kontakt zu jemandem hat, der wiederum auf Projektsuche ist, dann wird es hier auch die Frage geben, ob man die Empfehlung weiter aussprechen soll. Ansonsten gibt es einen technologischen Austausch, was die Trends in der Digitalisierung betrifft und da können beide Unternehmen sehr viel davon profitieren.

Gibt es noch ein Wort des Abschlusses von dir, was du an künftige Bewerberinnen und Bewerber, aber auch an Auftraggeber richten möchtest?

RG: Bewerbern und Bewerberinnen kann ich nur raten, wenn jemand in Wien und Österreich kurz- oder mittelfristig Projekte in der Softwarewelt oder Jobs im Bereich der IT-Professionals sucht, dann unbürokratisch, einfach in 2 Sekunden sich über die openDEVS Plattform in kontakt treten. Wenn man mit dem Gedanken spielt, Freelancer in der Softwareszene zu werden, genau dasselbe - schnell bei der openDEVS melden und sich beraten lassen, wie das genau funktioniert. An Auftraggeber kann ich richten, in Kontakt zu treten mit der openDEVS, wenn Bedarf an IT Professionals, insbesondere aus dem Softwareentwicklungsbereich besteht. Für Kunden heißt das im Klartext: anfragen, anrufen, einen Termin machen. Mit openDEVS beauftragt man keinen klassischen HR-Dienstleister sondern einen modernen, reaktionsschnellen IT-Dienstleister der technisch auf Augenhöhe kommunizieren kann und guten Zugang zur Software und Tech Community in Wien anbieten kann. Alle Projektausschreibungen und Informationen zur openDEVS GmbH sind auf der Online Plattform zu finden: opendevs.net.

Janika Hidegh
Marketing und PR Managerin

Als kreative Kommunikatorin mit einer Leidenschaft für Storytelling schöpft Janika aus ihrer mehrjährigen Erfahrung in den Bereichen Marketing und Unternehmenskommunikation. Mit einem Händchen für Tonalität und Bildsprache managt sie den Presseauftritt sowie die Präsenz der openFORCE auf Social Media Plattformen und begleitet Referenzberichte und Kooperationen.

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