06.04.2022
Lesezeit: ca. 3 Minuten

100 % Remote Company - Ohne diese 2 Dinge funktioniert es nicht

In meinem letzten Blogartikel haben wir geklärt, dass die openFORCE eine 100 % Remote Company ist. Doch was bedeutet das für die Umsetzung? Meiner Einschätzung nach braucht es nicht viel, um Mitarbeiter:innen die Entscheidung freizustellen, wo und wie sie arbeiten möchten. Eigentlich nur zwei Dinge: Die richtige Infrastruktur und Vertrauen.

Die Infrastruktur einer Remote Company

Ist es überhaupt möglich, Mitarbeiter:innen die Arbeit an jedem beliebigen Ort erledigen zu lassen? Das geht bei vielen Jobs natürlich nicht. Es gibt aber auch sehr viele Arbeitsverhältnisse, die sich mit der richtigen Infrastruktur ganz einfach remote umsetzen lassen können und von genau denen spreche ich in meiner Blogartikelreihe.

Technisch braucht es für jede:n Einzelne:n im Prinzip einen Laptop und die Möglichkeit, alle benötigten Unternehmensprozesse von dort aus zu erreichen. Alle fachlichen Arbeiten sind am Laptop durchführbar und das in einer dem Büro gleichgestellten Performance. Komplizierte VPN-Konstruktionen, Screen oder Desktop Sharing Tools scheiden für mich aus. Sie produzieren Frust.

Alle Kommunikationskanäle müssen verfügbar sein – bestenfalls direkt auf demselben Laptop: Telefon, Chat, Mail, Filesharing und Unternehmens-Tools. Alles muss in gleichem Maße wie im phyischen Büro verfügbar sein. Die Erfahrung gibt uns recht: gleiche Performance. Keine Einschränkungen.

Hat ein Unternehmen in den letzten Jahren seine Infrastruktur in die Cloud gelegt, dann ist das Thema Infrastruktur auch gleich mit erledigt. Gilt das für einzelne Bereiche nicht, spießt sich Remote Work genau daran. Beheben Sie es!

Das entscheidende Tool sind Videokonferenzen. Hier passieren die wichtigen Absprachen: untereinander, mit Kunden, Lieferanten und allen anderen Stakeholdern. Durch die Corona-Pandemie ist es für den Großteil der Arbeitswelt eine Selbstverständlichkeit geworden, via Zoom oder anderen auf Laptops verfügbaren Tools zu kommunizieren und diese Entwicklung wird noch viel weiter gehen. Die Tools sind weitgehend frei verfügbar und werden immer besser. Was sich hier in den letzten beiden Jahren getan hat, ist nichts weniger als eine Revolution!

Mitarbeiter:innen verdienen Vertrauen

"Ich kann meine Mitarbeiter im Home Office nicht kontrollieren". Diesen Satz hörte ich oft. Er stimmt auch. Man kann Mitarbeiter:innen im Home Office tatsächlich nicht kontrollieren. Man kennt die genauen Arbeitszeiten nicht, weiß nicht, wie lange die Pausen sind und vertraut hier auf das Commitment der jeweiligen Person.

Laptop auf einer Terasse vor dem Meer

Der Clou ist aber, dass man das auch im Büro so macht. Als Unternehmer vertraue ich darauf, dass ich ausschließlich faire Mitarbeiter:innen beschäftige, die ihre Arbeitszeit aufgrund der tatsächlich geleisteten Stunden aufzeichnen. Wenn das im Büro funktioniert, warum sollen sie das im Home Office plötzlich ändern?

Sie haben hoffentlich auch faire Mitarbeiter:innen, mit denen Sie eine gute Basis etabliert haben . Vertrauen Sie ihnen! Sie werden überrascht sein.

Wir haben mit unserem Team die gleiche Erfahrung gemacht: Unsere Mitarbeiter:innen arbeiten im Home Office tendenziell zu viel und nicht zu wenig. Viele haben Schwierigkeiten, die Arbeitsgrenzen im Home Office genau zu ziehen. Niemand hat weniger gearbeitet als im Büro vor Ort.

Woran wir das merken? An den Ergebnissen. Das, was unserer Leute im Home Office produzieren, ist überragend. Fokussiert, hochqualitativ, pünktlich. Und noch besser als zuvor.

Mit Beginn von Remote Work ist unser Unternehmenswachstum explodiert. Nach mehreren Jahren konstanter Entwicklung von Umsatz und Mitarbeiteranzahl haben wir in genau diesem Zeitraum beide Kennzahlen verdreifacht. Unsere Mitarbeiter:innen sind heute über ganz Europa verstreut. Von Schottland bis Portugal. Unsere Personalabgänge sind so gering wie noch zuvor. Ich denke, die Fakten sprechen für sich!

Vorschau

Im nächsten Artikel begebe ich mich im Selbstversuch für ein Monat außer Landes und schreibe, wie es sich anfühlt, von weit weg zu arbeiten.

Otto Meinhart
Gründer und Geschäftsführer

Der studierte Informatiker gründete 2002 gemeinsam mit Gerhard Hipfinger die openFORCE Information Technology. Ottos langjährige Erfahrung in den Bereichen Projektmanagement und Solution Engineering bilden die Basis für seinen zukunftsorientierten Approach in Richtung Cloud Native und Microservices. Gemeinsam mit Gerhard treibt er strategische Themen, um die openFORCE auf die zukünftigen Herausforderungen der Märkte vorzubereiten und die Rahmenbedingungen für eine selbstorganisierte und transparente Organisation zu schaffen.

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